Öffentlich beurkundeter Vorsorgeauftrag

Die Aufbewahrung des öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrags (im Original) erfolgt durch:

  • Notar
    • zwingende Aufbewahrungspflicht des Notars
      • Einbindung des Originals in das Urkundenbuch
        • Problem: chronologische Reihenfolge der Urkunden
          • → ggf. problematisches Auffinden beim Eintritt der Urteilsunfähigkeit des Betroffenen
        • Aber:
          • Möglichkeit der Abschriften an den Betroffenen
        • Weitere Informationen zur öffentlichen Beurkundung finden Sie unter: Öffentliche Beurkundung | notariatsrecht.ch
  • KESB
    • In Kantonen Basel-Stadt und Schaffhausen öffentliche Beurkundung und Aufbewahrung auch durch KESB

Die Aufbewahrung der Abschrift des öffentlich beurkundeten Vorsorgeauftrags kann erfolgen durch:

  • Auftraggeber
  • Beauftragten
  • Dritten
  • Notar
    • Voraussetzungen:
      • Entsprechende kantonale Gesetzgebung
      • Parteiwille
  • Zuständige KESB
    • soweit das kantonale Recht diese Möglichkeit vorsieht (vgl. u. Tabelle)
Kanton Hinterlegung des Vorsorgeauftrags bei der kantonalen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde
Aargau Bezirksgericht (Familiengericht), EG ZGB 60a
Basel-Stadt Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), KESG 10a Abs. 3
Glarus Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), EG ZGB 104a Abs. 4
Uri Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, Art. 4 Abs. 1 Reglement

zum Gesetz über die Einführung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts

Zürich Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB), EG KESR 75

Vorteile der öffentlichen Beurkundung:

  • Möglichkeit mehrerer vom Auftraggeber unterzeichneter Abschriften
    • Möglichkeit der Aufbewahrung bei mehreren Personen / an mehreren Orten
      • → Sicherstellung der Auffindbarkeit
    • Besonders empfehlenswert bei umfangreicheren Vorsorgeaufträgen
  • Achtung:
    • Kosten: mit dem zuständigen Notar abzuklären

Drucken / Weiterempfehlen: